
Dieser vorwiegend landwirtschaftliche,
jedoch auch dem Urlaub gewidmete Ort liegt in einer bezaubernden Hügellandschaft
über dem Südwestufer des Gardasee.
Mit seiner üppigen Natur und seinen Weinanbaugebieten und Olivenhainen
bietet San Felice die idealen Voraussetzungen für
einen entspannenden Urlaub. Hier atmet man überall jene einzigartige
Atmosphäre, wie sie nur von der berühmten Insel Isola
del Garda ausgehen kann. San Felice wartet auf seine Besucher
mit zahlreichen Hotels und Urlaubsanlagen.
DIE GESCHICHTE
Wie aus den ältesten Dokumenten hervorgeht, war diese Gegend bereits
in der vorgeschichtlichen Ära besiedelt, und die Geschichtsforscher
fanden in der Nähe von Casone drei Pfahldörfer. Die Ortschaft,
die bis 1928 S.Felice di Scovolo genannt wurde (vom Lateinischen
"Scopulus", gleich Felsen) hatte bereits zu Zeiten der alten
Römer eine wichtige Bedeutung, und erst vor kurzem wurden im Rahmen
von Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1971 die Überreste einer Nekropolis
und in der Nähe von S. Fermo Mauerwerk, Mosaiksteine und weitere
Fragmente ans Tageslicht gebracht, die auf die Präsenz eines römischen
Gebäudes schließen lassen. Aus jener Zeit sind auch heute noch
wichtige Spuren verblieben. Die ersten zuverlässigen Berichte zu
S. Felice bestehen in einer im Jahre 1155 von Friedrich I ausgestellten
Urkunde. In der Zeit zwischen dem XII und dem XIII Jahrhundert erhielt
die Gegend von den deutschen Kaisern zahlreiche Sonderrechte.
1227, nach dem Frieden von Montichiari, wurde die auf den Grundmauern
eines römischen Forts errichtete Festung Scopolo von den Einwohnern
Brescias geschliffen, als Verona um das Gebiet von Valtenesi
gebracht wurde, so daß die Bevölkerung nach Portese und San
Felice umsiedeln mußte, wo sie das Schloß von San
Felice baute.
Die spätere Geschichte von San Felice ist eng mit der von Valtenesi
verknüpft, einer Gegend, die im Jahre 1427 der Seerepublik Venedig
angeschlossen wurde und bis 1797 unter der Vorherrschaft Venedigs stand.
S. Felice war die Bühne zahlreicher Konflikte und Besiedelungsmaßnahmen,
unter anderem der Franzosen und der Deutschen. Während des spanischen
Erbfolgekrieges zu Anfang des 18. Jahrhunderts zogen bewaffnete Truppen
durch die Gegend und zwangen die Einwohner von San Felice,
sie mit Brennholz zu versorgen, ohne sie dadurch von Übergriffen
und Gewalttätigkeiten zu verschonen. S. Felice ist der Geburtsort
des Bildhauers Angelo Zanelli (1879-1942), zu dessen berühmtesten
Arbeiten die Statue der Göttin Roma und das Hochrelief des Vaterlandsaltars
in Rom zählen.