Padenghe am Gardasee

Padenghe del Garda ist ein kleiner Ort mit landwirtschaftlichen Betrieben und Ferienanlagen, der im unteren Valtenesi-Tal am Westufer des Gardasees in einer Hügellandschaft zwischen Desenzano und Salò liegt.
Padenghe hat einen modernen Hafen und ein Kongreßzentrum. Mit seiner bevorzugten Lage am See und der Präsenz von Ferienappartements, Hotels und bezaubernden Villen bietet der Ort ausgezeichnete Möglichkeiten für einen herrlichen Urlaub sowie für Ausflüge in das „Hinterland“ mit seinen charakteristischen Weinanbaugebieten und Olivenhainen, die von der bezaubernden Atmosphäre des Gardasees umgeben sind.

Die Geschichte von Padenghe

Der Ort kann auf eine lange Geschichte stolz sein. In der Umgebung wurden Spuren einer Siedlung aus der Vorgeschichte und einige Fundstücke gefunden, die belegen, daß Padenghe bereits für die alten Römer ein wichtiger Hafen war. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Ortschaft immer größer und schließlich unter der Vorherrschaft der Seerepublik Venedig gestellt. Um das Jahr 1000 herum lag der Ortskern am Seeufer im Umkreis der kleinen Kirche von San Cassiano, die zu Ehren des gleichnamigen, aus Bulgarien stammenden Märtyrers errichtet worden war. Um sich vor dem Einfall der Hunnen zu schützen, waren die Ortsbewohner gezwungen, das alte, am Seeufer liegende und der Pfarrgemeinde von Desenzano unterstehende christliche Zentrum zu verlassen, um sich in die Hügel zurückzuziehen, auf denen sie eine Burg errichteten.

Padenghe wird erstmals dokumentarisch erwähnt, als Friedrich Barbarossa im Jahre 1154 dem Bischof von Verona weitgehende
Rechtsgewalt über einige Gemeinden von Valtenesi erteilte, darunter auch Padenghe.

Im Mittelalter stand Padenghe im Mittelpunkt der Streitigkeiten zwischen den Welfen aus Brescia und den Gibellinen aus Verona, die den Ort schließlich untereinander aufteilten. Ersteren wurde der Stadtbezirk Villa zugesprochen, während die Gibellinen sich im restlichen Teil der Gemeinde niederließen. Ein Torbogen im Stadtviertel Androne, der auch heute noch zu sehen ist, markierte die Grenze.

In der Zeit unter der Vorherrschaft Venedigs (1427 bis 1797) gehörte Padenghe zur sog. „Quadra di Campagna“ und somit zu einem Gebiet, das praktisch mit der alten Pfarrei identisch war. Padenghe mußte die Plünderungen und Gewalttätigkeiten der Soldaten des deutschen Kaiserreichs hinnehmen, die 1532 aus Verona in den Ort eingedrungen waren. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde Padenghe von einer Bande unbarmherziger Banditen bedroht, zu denen auch der berühmte Giacomo Dainese, genannt Giacomazzo da Padenghe, gehörte. Am 1. Mai 1797 beschloß die Übergangsregierung aus Brescia, daß das Gebiet um den Gardasse neu aufgeteilt werden sollte, und Padenghe wurde Teil des „Hügelkantons“ (Cantone dei Colli) von Lonato. Im Jahre 1928 schließlich wurden Moniga und Soiano in die Gemeinde Padenghe eingegliedert; diese Situation dauerte jedoch nur bis zum Jahre 1947, als die beiden Gemeinden ihre Selbständigkeit zurück erhielten.

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